Jahresrückblick 2019 – Dopingliste 2020

Das Jahr 2019 wird als ereignisreiches Sportjahr in die Geschichte eingehen. Schweizer Sportlerinnen und Sportler haben auf nationaler und internationaler Bühne grossartige Leistungen erbracht. Gleichzeitig hat sich die Schweiz auch als Gastgeber verschiedener, nationaler und internationaler Grossanlässe profilieren können, welche Zuschauerinnen und Zuschauer in grosser Anzahl in die Arenen und vor die TV-Bildschirme gelockt hat.

Das Jahr 2019 wird jedoch leider auch in Erinnerung bleiben wegen den erfolgten Doping-Razzien anlässlich der nordischen Ski-WM in Seefeld. Ans Tageslicht kam ein von einem Deutschen Arzt betriebener Doping-Ring, welcher 21 Athleten aus fünf Sportarten umfasste. Leider blieb auch die Schweiz davon nicht verschont, wurden Blutrückführungen doch auch in der Schweiz praktiziert. Zudem waren auch zwei Personen involviert, welche bei Schweizer Verbänden angestellt waren. Die Vorfälle der «Operation Aderlass» genannten Aktion haben auch Antidoping Schweiz stark beschäftigt. Sie zeigen eindrücklich auf, welche zentrale Rolle der Kooperation zwischen den Anti-Doping-Organisationen und Strafverfolgungsbehörden zukommt.

Genauso wichtig wie die Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden und Anti-Doping-Organisationen in der Aufdeckung von Dopingvergehen ist auch die Zusammenarbeit zwischen Antidoping Schweiz und den nationalen Sportverbänden im Bereich der Prävention. Wir freuen uns, wenn wir Ihre Verbände auch im 2020 bei der Dopingprävention unterstützen können, sei dies mit einer spezifischen Anti-Doping-Rubrik auf Ihrer Webseite, mit E-Learnings oder auch mit einer persönlichen Schulung bei einem Kaderzusammenzug. Unser Präventionsteam berät Sie gerne dabei, wie die Dopingprävention im Athletenweg eingeplant werden kann.
Wie jedes Jahr hat die WADA die neue Dopingliste veröffentlicht.

-> Hier finden Sie die Ausgabe 2020.

Für die Dopingliste 2020 wurden von der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) mehrheitlich formale Anpassungen vorgenommen und Beispiele verbotener Substanzen oder deren Synonyme ergänzt. Alle diese neu aufgeführten Substanzen, waren im Sinne von «ähnlicher chemischer Struktur» bzw. «ähnlicher biologischer Wirkung» bereits zuvor verboten. Für die Praxis heisst das: Die Anpassungen haben keine Auswirkungen auf den Doping-Status von in der Schweiz erhältlichen Medikamenten. Neu verordnete bzw. empfohlene Medikamente sollen aber unbedingt weiterhin vor deren Anwendung jeweils mit der Medikamenten-abfrage Global DRO auf www.antidoping.ch oder via Mobile App geprüft werden.