Flugplatz Dübendorf

Der AeCS nimmt das Vorgehen des UVEK bezüglich der Umnutzung des Flugplatz Dübendorf mit grossem Erstaunen zur Kenntnis

Der Aero-Club der Schweiz AeCS nimmt mit Erstaunen die vom UVEK in dessen Medienmitteilung vom 28.11.19 präsentierte und als „neu“ dargestellte Ausgangslage zur Situation für die Zukunft des Flugplatz Dübendorf  mit Befremden zur Kenntnis. Das Vorgehen des UVEK untergräbt die laufenden Arbeiten zur Umnutzung aber auch die notwendige Planungssicherheit für einen Zivilflugplatz Dübendorf.

Im Jahr 2014 hat der Bund die Flughafen Dübendorf AG als künftigen Betreiber eines Zivilflugplatzes Dübendorf nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren bestimmt. Auch der Kanton Zürich hat dieses Vorgehen des Bundes unterstützt. In Dübendorf soll es in Zukunft eine Dreifachnutzung durch die Luftwaffe, den Innovationspark und die allgemeine Luftfahrt mit Geschäftsluftfahrt sowie Leicht- und Sportaviatik geben.

Das nun neu ins Spiel gebrachte Vorgehen des UVEK irritiert. Mit diesem Ansinnen bringt das UVEK plötzlich sicherheitstechnische Aspekte ins Spiel. Das neu aufgebrachte Argument, der Flugbetrieb in Dübendorf würde die Kapazität des Flughafens Zürich beschneiden, entbehrt jeglicher Grundlage. Eine Entflechtung der Flugoperationen ist operativ problemlos möglich, im Besonderen vor dem Hintergrund der heutigen technischen Möglichkeiten. Der Flughafen Zürich ist auf einen künftigen Zivilflugplatz in Dübendorf angewiesen, weil in Kloten die Leicht- und Sportaviatik sowie die Geschäftsfliegerei in den letzten Jahren sukzessive verdrängt worden sind.

Der Luftverkehr ist für ein Binnenland in Europa, wie es die Schweiz eben ist, von überaus zentraler Bedeutung. In der Tat hat dies der Bundesrat wiederholt und unmissverständlich dargelegt (beispielsweise in seinem luftfahrtpolitischen Bericht 2016). Er verweist dabei stets auch auf die Wichtigkeit der Business und General Aviation. Und genau diese Sparte der Luftfahrt wird wegen den knappen Start- und Landeressourcen vom Flughafen Zürich verdrängt und benötigt dringend einen alternativen Standort, der mit dem Flugplatz Dübendorf gefunden worden ist.

Der AeCS als Mitaktionär in der Flugplatz Dübendorf AG setzt sich dafür ein, dass möglichst rasch für die neu ins Spiel gebrachten Auflagen des UVEK Lösungen gefunden werden, damit der zivile Flugplatz Dübendorf wie geplant den Flughafen Zürich entlasten kann und die allgemeine Luftfahrt (General Aviation) nach Dübendorf verlegt werden kann.

An dieser Stelle sei dem Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL für dessen Einsatz seit 2014 und die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit gedankt. Der AeCS zählt als Stakeholder der Flugplatz Dübendorf AG auch in Zukunft auf die ergebnisorientierte Zusammenarbeit und Unterstützung des Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL für die erfolgreiche Umsetzung zur Umnutzung und Überführung  in einen zivilen Flugplatz.