Stefan Zeberli ist Vizeweltmeister

Die Heissluftballon-Nationalmannschaft der Schweiz zeigte an der Weltmeisterschaft im Heissluftballonfahren in Österreich eine starke Leistung. Stefan Zeberli (Andwil SG) gewinnt die Silbermedaille, Roman Hugi (Turbenthal ZH) platziert sich auf dem vierten, David Hochreutener (Bern) auf dem achten und Marc Blaser (Lohn-Ammannsegg SO) auf dem 20. Rang.

105 Teams aus 34 Nationen kämpften in Niederösterreich um den Titel. Neuer Weltmeister ist Dominic Bareford (Grossbritannien) vor dem Schweizer Stefan Zeberli und Sergey Latypov (Russland). Die Schweiz trat mit der gesamten Nationalmannschaft, bestehend aus sieben Teams an. Erstmals sind mit Stefan Zeberli, Roman Hugi und David Hochreutener drei Schweizer Teams in den ersten zehn Plätzen rangiert. Marc Blaser belegte den 20. Rang, Nicole Vogel (Chur) wurde 61. vor René Erni (Oberhasli ZH) auf Platz 63 und Gian-Marco Nacht (Zürich) auf Platz 80.

Der Wettkampf über den weitläufigen Äckern, Feldern und Wiesen rund um Groß-Siegharts war anspruchsvoll. Lediglich die letzten drei von 13 möglichen Fahrten mussten witterungsbedingt abgesagt werden, wodurch 31 unterschiedliche Aufgaben gefahren werden konnten. Das sehr starke Teilnehmerfeld sorgte bis zu letzten Aufgabe für Spannung und für geringe Punkteabstände in den vorderen Rängen.

Bei Heissluftballonwettkämpfen geht es um eine möglichst präzise Fahrweise. Durch Ausnutzen der Windströmungen in verschiedenen Höhen muss eine bestimmte Fahrtrichtung oder ein bestimmtes Ziel möglichst genau erreicht werden. Mögliche Aufgaben reichen dabei von einfachen Fly-Ins, bei denen ein Marker (mit Sand gefüllter Stoffbeutel) im Zentrum eines Zielkreuzes abgeworfen werden muss bis zu komplexen 3D- Aufgaben, die mit GPS-Geräten ausgewertet werden können. Ein Wettkampfleiter kann die verschiedenen Aufgabentypen in Abhängigkeit der lokalen Gegebenheiten kombinieren und so pro Ballonfahrt mehrere Aufgaben stellen.