Raumplanerische Anforderungen an Modellflugplätze

Sport- und Freizeitnutzungen in der Landschaft werden immer häufiger und stossen zugleich auf immer mehr Skepsis. Ein Grossteil davon sind spontane, diffuse Nutzungen, welche «einfach passieren» und die niemand im Griff hat. Umso mehr wird dieses Unwohlsein dann auf jene Fälle projiziert, welche eine Plattform dafür bieten. Aus Angst vor Zersiedelung, Lärm und Naturverlust wird dann von Gegnern und Behörden nicht selten geradezu der Teufel an die Wand gemalt.

Modellfluggelände benötigen oft nur sehr geringfügige bauliche Massnahmen. Trotzdem handelt es sich um baubewilligungspflichtige Anlagen, weil ihre Auswirkungen auf Raum und Umwelt nicht vernachlässigbar sind. Zudem sind Modellfluggelände aus Sicherheits- und Lärmgründen auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen. Dort gilt aber grundsätzlich ein Bauverbot, resp. Bauten und Anlagen können nur ausnahmsweise und in Abwägung aller Interessen zugelassen werden. Modellfluggelände stehen damit voll im Fokus der oben beschriebenen gesellschaftlichen Auseinandersetzung.

Zugleich lässt sich die Zukunft eines bestehenden oder neuen Modellfluggeländes nur dauerhaft sichern, wenn es über eine rechtsgültige Baubewilligung verfugt. In der vorliegenden Forschungsarbeit wird deshalb aufgezeigt, was es für eine solche «Baubewilligung ausserhalb der Bauzone» braucht. Dazu wurde ein raumplanerisch und rechtlich einwandfreies Vorgehen ermittelt, an praktischen Fällen getestet und laienverständlich aufbereitet. Dies als «Hilfe zur Selbsthilfe» für Modellflugvereine, da sonst (anders als bei einem Golfplatz) die Kosten für das Baubewilligungsverfahren rasch einmal diejenigen der baulichen Investition in das Modellfluggelände übersteigen würden.

Der Bericht stellt die Rechts- und Sachlage Ende 2018 dar, künftige Änderungen von VLK, RPG2 oder Gerichtspraxis bleiben demnach vorbehalten.

Sie können diese Broschüre kostenlos beim Aero-Club der Schweiz mit dem folgenden Online Formular bestellen.